Freeletics – Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht

Freeletics ist wie CrossFit einer der großen Fitnesstrends und die beiden Trainingsformen verbindet sehr viel. Bei beiden Trainingsarten stehen Eigengewichtsübungen im Vordergrund. Bei Freeletics wird sogar ausschließlich damit trainiert, während beim CrossFit Hilfsmittel wie Kettlebells oder Deuser-Bänder zum Einsatz kommen können. Daneben wird in beiden Sportarten in Runden trainiert und auf Zeit trainiert. Trotzdem ist Freeletics ein wenig anders, fordert die Sportler in einer klein wenig anderen Art und Weise. Der folgende Artikel soll Aufschluss über das Thema Freeletics geben und die Frage nach seiner Wirksamkeit beantworten. In Deutschland wächst die Gemeinde der Freeletics Anhänger und diesem Trend soll Respekt gezollt werden.

Freeletics: Was ist das genau?

Freeletics ist ein hochintensives Workout, welches Kraft- und Ausdauertraining kombiniert. In sehr intensiver und daher nicht immer anfängerfreundlichen Weise wird eine ganzheitliche Ausprägung der Fitness gefördert. Die Workouts des Freeletics Training dauern nie länger als 45 Minuten. Somit eignet sich das Training auch besonders für die unter euch, deren Zeit eng bemessen ist und die trotzdem ein hohes Fitnessniveau anstreben. Das Praktische an der Trainingsform Freeletics ist der geringe Equipment-Aufwand. Lediglich eine Klimmzugstange oder ähnliches (kann ein Klettergerüst, Deckenbalken oder auch Baugerüst sein) und eine Yoga-Matte sind sinnvolle Ausrüstungsgegenstände, damit das Training entsprechend gut durchgeführt werden kann. Allerdings ist dies je nach Workout kein Muss. Wer zuhause trainiert, der brauch nicht unbedingt eine Yogamatte. Da Freeletics am Besten aber an der frischen Luft trainiert werden sollte, ist eine Yogamatte sinnvoll, damit die Kleidung nicht so schmutzig wird. Der geringe Aufwand hinsichtlich des Equipments kommt durch die ausschließliche Konzentration auf Eigengewichtsübungen zustande. Diese brauchen nicht nur wenig Equipment, sondern sind auch in verschiedensten Schwierigkeitsgraden durchführbar, sodass vom Anfänger bis hin zum Experten alle gefordert werden können.

Freeletics: Die Workout-Formen und Übungen

Beim Freeletics unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Übungstypen bzw. Durchführungsarten dieser. Entweder werden die Übungen im MAX-Modus trainiert oder aber als Workouts. Im MAX-Modus wird eine Übung ein bestimmte Zeit lang ausgeführt (bspw. 1 Minute). Ziel ist eine möglichst hohe Wiederholungsrate. Je mehr Wiederholungen in der vorgegebenen Zeit, umso besser. Im Gegensatz dazu wird im Workout-Modus auf Zeit trainiert. Eine bestimmte Reihenfolge von Übungen mit entsprechenden Wiederholungszahlen muss eingehalten werden. Die Leistung wird letzten Endes durch die Schnelligkeit bemessen, welche die Absolvierung des Workouts erfordert. Je schneller, desto besser. In den Workouts des Freeletics kommen verschiedenste Eigengewichtsübungen zum Einsatz, welche auf eine Verbesserung der Kraft- und Ausdauerleistung des Trainierenden abzielen. Dabei wird zwischen Einheiten bei den Workouts unterschieden die auf Kraft, Ausdauer oder eine Kombination beider abheben. Übungen im Freeletics finden sich auch beim CrossFit wieder. So etwa Burpees, Klimmzüge, Liegestütze, Sit-Ups oder Sprinteinheiten. Somit ähneln sich CrossFit und Freeletics nicht nur beim Aufbau des Workouts, sondern auch bei den eingesetzten Übungen.

Freeletics: Wo trainiere ich am besten?

Am besten lässt sich Freeletics draußen trainieren. Irgendwo an der frischen Luft. Ihr benötigt eine Ort, der euch Platz für kurze Sprints ermöglicht, sowie eine Möglichkeit, um Klimmzüge zu machen. Trotzdem ist es genauso möglich in den eigenen vier Wänden zu trainieren, wenn die angesprochenen Voraussetzungen (Klimmzugstange, Platz für kurze Sprints) gegeben sind.

Freeletics: Wo finde ich Gleichgesinnte?

Mittlerweile ist Freeletics ein großes Ding geworden. Der Trend kommt aus den USA und ist CrossFit ohne Equipment. Es eignet sich für Jedermann, da die Übungen mit dem eigenen Körpergewicht nur die Beherrschung desselbigen erfordern. Ausserdem wird auch der Geldbeutel geschont. Sportkleidung und -schuhe reichen schon aus, damit mit dem Training angefangen werden kann. Wenn ihr euch ein wenig mehr über Freeletics informieren wollt, so findet ihr auf Facebook eine interessante Seite dazu. Auf dieser Seite werden kostenlose Workouts online gestellt sowie Videos und auch Ernährungstipps. Ausserdem lässt sich natürlich schnellstens Kontakt zu anderen Freeletics-Anhängern herstellen. Sucht ihr in eurer Stadt noch nach dem richtigen Ort, um Freeletics zu trainieren, dann schaut doch mal hier. Für Kiel (Kiel Freeletics) und Hamburg (Freeletics Hamburg) gibt es hier bereits gute Tipps zu passenden Orten.

Freeletics: Wie sieht ein Workout bspw. aus?

Ein Workout im Freeletics-Stil des MAX-Modus könnte etwa wie folgt aussehen:

Aufwärmen, 5 Minuten Joggen, Seilspringen und/oder Hampelmann
Liegestütze, 1 Minute (so viele wie möglich. Pausen sind erlaubt während der Übung)
Klimmzüge, 1 Minute (maximale Wiederholungszahl)
Sprints, 10 Meter Länger, 2 Minuten (max. Wdh.)
Sit-Ups, 1 Minute (max. Wdh.)
Abwärmen, 5 Minuten Joggen und danach leichtes Stretchen wer mag.
Nach bereits 15 Minuten wäre man bei dieser Einheit fertig und mit Sicherheit ganz schön am Prusten. Dieses Freeletics Workout eignet sich für alle Leistungsstufen. Wer keine Klimmzüge schafft, kann versuchen sich möglichst lange über Stande zu halten, nachdem man hochgesprungen ist. Bei den Liegestützen kann man die Schwierigkeit variieren, indem man diese auf den Knien (leichter) oder einem Bein (schwieriger) ausführt. Ihr seht, dass man die Schwierigkeit bei Workouts mit Eigengewichtsübungen sehr leicht variieren kann und so allen Leistungsstufen gerecht werden kann. Freeletics stellt hier keine Ausnahme dar. Ob Anfänger und Experte das obige Workout ist nur so anstrengend, wie ihr euch es selbst macht.

Freeletics: Hohe Verletzungsgefahr?

Die Verletzungsgefahr ist beim Freeletics Training nicht sonderlich hoch. Denn durch die Konzentration auf die Eigengewichtsübungen sichert ihr euren Gelenken und dem Körper im Allgemeinen eine eher schonende Belastung. Allerdings kann es trotzdem zu Überbelastungen kommen. Denn wer es übertreibt, jeden Tag trainiert und seine Grenzen nicht beachtet, der wird schnell in die Risikozone einer Verletzung kommen. Besser ist, ihr pausiert ausreichend lange. Und ist eine Übung zu schwierig, dann brecht sie in Teile oder sucht euch eine leichtere Übung. Wem ein Klimmzug zu anstrengend ist, der kann sich auf einem Spielplatz etwa ein Reck suchen und „umgedrehte“ Liegestütze machen. Das Wichtigste beim Trainieren, egal ob bei Freeletics oder CrossFit, ist das ihr euch wohl fühlt. Allerdings solltet ihr genau unterscheiden, woher das Unwohlsein kommt. Spielt euer Kopf euch einen Streich und will euch einbläuen, dass ihr nicht mehr könnt? Oder ist es wirklich der Körper, der am Ende ist? Das ist ganz entscheidend und ihr solltet versuchen auf euch und euer Körpergefühl genauestens hören. Fortschritt beim Training bedeutet auch Hingabe. Und auch ein wenig Aufgabe in der Freizeitgestaltung. Die positiven Wirkungen sportlicher Aktivität werden euch aber bestens entlohnen für weniger Freizeit. Die dann noch freie Zeit wird viel geniessbarer sein. Falls ihr noch weitere Vorschläge für Freeletics-Orte habt, dann schreibt diese doch in einen Kommentar unter den Artikel. Denn es macht einfach mehr Spaß, wenn man beim Training andere Freeletics-Athleten trifft und mit diesen zusammen an die eigenen Leistungsgrenzen gehen kann. Wer Lust auf Freeletics hat, der sollte mal unter OneCoach nach Keimsprung gucken. Die beiden Jungs bieten ein sehr ähnliches Workout an und das zu günstigen und guten Preisen. Das besondere an ihrem Konzept ist die Konzentration auf den eigenen Körper und die Möglichkeiten, die dieser zur Bewegung bietet. Achtet übrigens auf euren Körper, denn dieser gibt euch die besten Signale, ob ihr euch während des Trainings überlastet oder direkt am nächsten Tag wieder trainieren sollte. Wer Schmerzen verspürt, sollte ein wenig Pausen machen. In unserem Artikel über Sportverletzungen finden ihr alles wichtige über die häufigsten Sportverletzungen. Wer mehr Lust auf CrossFit hat, der wird bei uns im Blog sehr interessante Artikel finden. Ebenso über Functional Training. Nun aber viel Spaß beim Ausprobieren. Genießt die Anstrengung an der frischen Luft!

2 comments

  1. Tom sagt:

    Ein sehr ausführlicher und objektiver Bericht über Freeletics. Hatte am Anfang auch so meine Schwierigkeiten mit den Workouts und 45 min. waren schwer zu unterbieten als Beginner. Aber mit den Wochen wird man schnell fit und steigert sich kontinuierlich. Für Sport im Freien oder als Workout zu Hause auf jeden Fall weiter zu empfehlen.

    Gruß Tom

  2. Max sagt:

    Ein richtig guter Bericht, wie ich finde!!!

    Habe jetzt mindestens 5 Videos angeschaut und möchte auch damit anfangen.

    Liebe Grüße, Max

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