Wie Krafttraining den Körper schützt

Krafttraining kann zur Vorbeugung verschiedener Leiden genutzt werden

Poröse Knochen

Krafttraining Eine Studie in den USA konnte beweisen, dass Krafttraining bessere Ergebnisse erzielte, als spezielle Knochenaufbau-Tabletten. Durch mechanische Kräfte werde der Knochenstoffwechsel angeregt und so neue Zellen gebildet. Dadurch erhöht sich die Knochendichte und die Stabilität nimmt zu. Wer Krafttraining macht, schützt sich damit vor Knochenbrüchen, die besonders im Alter schwerwiegende Folgen für den Betroffenen haben können.

Diabetes

Nicht nur gesunde Ernährung hilft bei der Zuckererkrankung, sonder auch Ausdauer- und Krafttraining. Aufgrund einer größeren Muskelmasse reagiert der Körper empfindlicher auf die Gabe von Insulin. Krafttraining kann so die notwendige Einnahme von Insulin drosseln und die Gesundheit deutlich verbessern. Auch die Lebensqualität steigt, wenn weniger Insulin eingenommen werden muss.

Herzerkrankung

Wer seine Muskeln trainiert, trainiert gleichzeitig auch das Herzkreislauf-System, sodass Blutdruck und Puls bei Anstrengung nicht so hoch ansteigen. Außerdem hilft das Training der Kraft schwere Belastungen leichter durchzustehen. Wichtig ist allerdings, dass das Training mit weniger Gewicht und mehr Wiederholungen als mit hohem und wenigen durchgeführt wird. Durch diese Art des Krafttrainings wird die Kraftausdauer geschult. Wer seine Muskeln kräftigt, verbrennt auch noch lange (bis zu 24 Stunden) mehr Kalorien als ohne Krafttraining. Das Herz schlägt in der ganzen Zeit mit einer erhöhten Frequenz. Arbeitet das Herz häufiger unter Belastung, ökonomisiert sich seine Frequenz in ruhigeren Phasen.

Rückenleiden

Es sind häufig schwache Muskeln, die zu unspezifischen Rückenschmerzen führen. Unspezifisch, weil sie durch bildgebende Verfahren nicht diagnostiziert werden können. Gründe für diese Schmerzen sind meist: eine schlechte Körperhaltung, einseitige Belastungen beim Sport oder zu langes Sitzen. Behandelbar sind die Schmerzen durch die Diagnose etwaiger Dysbalancen der Muskulatur durch einen Orthopäden und die anschließende Betreuung durch einen Physiotherapeuten. Ein Physiotherapeut wird durch angepasstes Krafttraining die richtigen Muskeln schulen, Dysbalancen so entgegenwirken und ausgleichen. Auch Personal Trainer können eine gute Motivation sein. Mit ihrem professionellen Wissen unterstützen Sie euch bei allen Fragen rund um Fitness und Gesundheit.

Schmerzende Gelenke

Krafttraining unterstützt und schützt Gelenke wie eine Manschette. Wer gezielt die Muskeln trainiert, welche um ein Gelenk herumliegen, vermindert die Gefahr einer zu hohen Belastung des Gelenks. Des Weiteren kann der Heilungsprozess durch ein passendes Training der Kraft im Anschluss an eine Operation beschleunigt werden. So kannst Du schneller wieder im Sport richtig durchstarten. Wer passiv und zu lange nichts nach einer Verletzung dagegen unternimmt, wird die Folgen lange spüren. Verletzungen können durch gutes, nachhaltiges Krafttraining deutlich schneller heilen. Nicht umsonst sind Profisportler auch nach schwerwiegenden Verletzungen innerhalb einiger Wochen wieder voll im Training. Natürlich geht das im Hobby-Bereich nicht, aber der Heilungsprozess lässt sich entscheidend beschleunigen. Also ran an die Hanteln!

Stürze und andere Risiken im Alter

Aufgrund nachlassender Koordination und Kraft im Alter kommt es gehäuft zu Stürzen, welche schwerwiegende Folgen für die Betroffenen haben können. Auf das Alterabgestimmtes Krafttraining kann hier Abhilfe schaffen und weiteren Stürzen vorbeugen. Die gestärkten Muskeln stabilisieren den Körper und die Gelenke. Außerdem wird der Gleichgewichtssinn trainiert und verbessert. Häufiges, regelmäßiges Fahrradfahren ist eine gute Möglichkeit den Gleichgewichtssinn auf Trab zu halten.

Folgen von Operationen

Nach komplizierten Operationen (z.B. Tennisarm OP) ist eine lange Erholungsphase häufig Pflicht. Das lange Ruhen hat aber zur Folge, dass der Körper anfängt seine Muskeln abzubauen. Dieser Prozess kann für Menschen, die nur über wenig Muskelmasse verfügen, lebensgefährlich werden. Das heißt: Lieber ab und an ein wenig mit Hanteln herumquälen, als später mit den Folgen einer Operation. Nicht nur der eigene Körper erfreut sich, sondern auch der Geldbeutel. Wer sich aktiv vor Verletzungen und Krankheiten schützt, verkleinert seine Beiträge für die Krankenkasse.

Wer sich also mit Krafttraining beschäftigt, tut nicht nur seinem Aussehen etwas Gutes, sondern arbeitet auch präventiv für seine Gesundheit. Dabei ist es gar nicht entscheidend, ob Du jeden Tag etwas tust. Eher ist es wichtig, dass Du regelmäßig aktiv Deinen Körper forderst. Trotzdem sollte mindestens einmal pro Woche die Sportkleidung angezogen werden und die Hantel ausgepackt. Einmaliges Krafttraining in der Woche hat schon immense Effekte auf die Gesundheit und schützt Dich so vor den Risiken des Alters.

Nochmal kurz zusammengefasst die wichtigsten Fakten zum Krafttraining

  • Krafttraining schützt Knochen, Herz und Gelenke vor Verletzungen und Krankheiten
  • Sichert gegen Risiken im Alter ab. Stürze werden seltener
  • Beschleunigt den Heilungsprozess nach Operationen
  • Schont den Geldbeutel durch kleinere Krankenkassenbeiträge
  • Ein tolles Buch zum Thema Krafttraining im Alter findest Du auf Amazon. Aber selbstverständlich sind auch verschiedene Beiträge auf unserem Blog zu finden. Zum Beispiel zum Thema CrossFit Workouts. Den verschiedenen Sportverletzungen haben wir eine ganze Artikel-Reihe gewidmet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.